Externe Beiträge

Hier veröffentlichen wir externe Beiträge, die wir nicht selber geschrieben haben. Der Inhalt muss nicht mit der Meinung des  Vorstand der Schulpflegschaft decken, wird aber von uns vorher gelesen und freigegeben. Wir behalten uns das Recht vor, die Veröffentlichung hier zu verweigern.
 

 

Folgende Mail habe ich am 15.02. erhalten. Ich habe sie beantwortet und in der Antwort erläutert, was zu dieser Entscheidung geführt hat.

 

Guten Tag Herr Klöcker,
 
wir wollten es zunächst nicht glauben und dachten, unsere Tochter erlaubt sich einen Scherz, aber es ist wirklich wahr : über die Karnevalstage findet kein Unterricht statt!?
Wir sind entsetzt und verärgert!
 
Da wird an anderer Stelle darüber diskutiert, die Sommerferien zu kürzen, um den in den vergangenen Monaten versäumten Lehrstoff zumindest teilweise nachzuholen und dann fällt die zudem noch "holprige" Online-Beschulung praktisch für eine ganze Woche aus?
Falls es das Kollegium des SGH nicht bemerkt hat : Karneval fällt dieses Jahr aus.
Hätte man dann nicht den Online-Unterricht ganz normal durchführen können? Oder hält man sich in diesen besonderen Zeiten einfach ganz starr an die Vorgaben der letzten Jahrzehnte, daß im Rheinland über die Karnevalstage einfach schulfrei zu sein hat?
Wir, meine Frau und ich, haben dafür kein Verständnis.
 
Wenn man übrigens mit dem Online-Unterricht an anderen Gymnasien vergleicht, z.B. mit dem HGG, dann gibt´s für den Unterricht am SGH noch deutlich "Luft nach oben".
Tauschen sich die verschiedenen Schulen eigentlich in dieser ungewöhnlichen Situation auch aus, um aus Fehlern zu lernen bzw. von Schulen, die es besser machen, zu lernen?
Es wäre doch äußerst wünschenswert, den normalen Stundenplan auch im Online-Unterricht 1:1 umzusetzen. An anderen Schulen klappt das hervorragend, am SGH aber noch nicht wirklich gut.
 
 
Freundliche Grüße aus Merkstein!
Dietrich und Olga Schönbohm
 
 
Anwort von mir
Sehr geehrte Familie Schönbohm,
 
die beweglichen Ferientage wurden zu Beginn des Schuljahres in der Schulkonferenz  (wie jedes Jahr) besprochen und wegen der damaligen Situation sogar auch auf den Karnevalsdonnerstag gelegt. Das Thema war sehr wohl ein Thema auch dieses Jahr in der letzten Schulkonferenz und es wurde eindeutig beschlossen, dies nicht zu ändern. Hintergrund ist, dass es auch den Eltern und Schülern einmal gut tun wird, wenn ein paar Tage am Stück kein (Distanz-)Unterricht stattfindet. Das steht aber auch seit mehreren Wochen so auf der Homepage der Schule. Auch das Gremium Schulkonferenz besteht aus 6 SchülerInnen, 6 Eltern und 6 LehrerInnen - daraus können Sie erkennen, dass es nicht eine singuläre Entscheidung von Lehrern war.
Auch haben wir sehr intensiv regelmäßig in verschiedenen Gremien über den Distanzunterricht gesprochen und diskutiert. Die aktuelle Mischform von Onlineunterricht und Aufgaben im Rahmen des Stundenplanrasters kommt bei den meisten Schülern und Schülerinnen (und um die geht es) und auch den meisten Eltern sehr gut an. Und ja, es gibt immer schulen, an denen es so läuft, wie man es sich persönlich (individuell) läuft und die man dann als Muster sieht. Aber genauso, wie Sie eine andere Meinung vom Distanzlernen haben wie z.B. ich, könnte vielleicht auch ich eine andere Schule als perfektes Beispiel für Distanzlernen angeben, wie ich es mir vorstelle. Es gab auch Schulen, die mit den beweglichen Feiertagen während der Präsenzphase im 1. Halbjahr Wochenenden verlängert haben. Im Nachhinein war da unsere Entscheidung sogar die bessere.
 
Und ich möchte noch einmal betonen, dass wir knapp 100 Lehrer und über 1000 Schüler haben- da gibt es nicht die Lösung für alle. 
 
Ich werde im laufe des Tages Ihre Mail in den Bereich Externe Beiträge veröffentlichen 

 

Mail von Ute Wefers zum Thema Distanzlernen
Hallo zusammen,

ich habe mich sehr über die ausführliche Stellungnahme von Frau S. gefreut. Auch ich möchte hiermit meinen Eindruck vom derzeitigen Distanzlernen weitergeben.
Da zur Zeit keine Treffen des AK Distanzlernen stattfinden können, finde ich es wichtig, weiter am Ball zu bleiben, denn nur durch den Austausch können wir alle - SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern - von den Erfahrungen lernen und diese in den zukünftigen Distanzunterricht einfließen lassen.
(mehr im PDF)
Mail Frau Wefers 2021-01-29.pdf
PDF-Dokument [72.9 KB]

 

Feedback einer Mutter von drei Kindern am SGH: (von Frau S.)

 

„Nach zwei Wochen Erfahrungen mit erneutem Distanzlernen mit drei Kindern am SGH (5., 6. und 9. Klasse) und intensivem Austausch mit anderen Eltern an verschiedenen Schulen in Deutschland, möchte ich gerne ein Feedback abgeben.

Dabei lassen sich die Erkenntnisse in einem Satz zusammenfassen: Je regelmäßiger und „stundenplanmäßiger“ die Kinder Unterricht via Videokonferenzen erhalten, desto zufriedener sind die Kinder und ihre Eltern mit der derzeitigen Situation.

Bei diesem Modell werden viele Aufgaben bereits während der Onlinestunden erledigt – quasi im Coworking, wie man das in der Arbeitswelt heute nennen würde:-). Der Anteil an Aufgaben, die die Kinder allein als „Hausaufgaben“ erledigen müssen, ist dann deutlich geringer als derzeit in den Wochenplänen und eher dem Vertiefen als dem Neu-Erarbeiten gewidmet. Und genau darin sehe ich einen großen Vorteil, dass die Selbstdisziplin der Kinder nicht überfordert (oder das Überwachen an die Eltern delegiert) wird.

 

An einer Schule hat der Leiter den Eltern sogar explizit in einem Brief mitgeteilt, dass sie nicht für die Lernfortschritte ihrer Kinder verantwortlich sind, sondern dass diese Rolle das Kollegium selbstverständlich auch während des Distanzlernens übernimmt. Was die betroffene Mutter als sehr entlastend und hilfreich empfand.

 

Hier muss ich ehrlich gestehen, dass ich das am SGH leider anders erlebe und das Gefühl habe, dass meine Kinder in vielen Fächern (auch wenn es löbliche Ausnahmen gibt) mit der Bewältigung der Aufgaben allein gelassen werden, wenn sich die Eltern nicht kümmern.

Das reicht von (anfänglicher) technischer Unterstützung über das gemeinsame Strukturieren der Wochenaufgaben bis hin zu täglicher Motivation und Begleitung.

 

Vielleicht sind meine Kinder besonders sensibel, aber die Lernsituation ist zuhause einfach eine komplett andere als in der Schule. Das eigenverantwortliche Arbeiten mit Arbeitsblättern, Apps und Audiodateien erfordert viel Disziplin. Dabei sollten das eigene Zuhause und eigene Zimmer ein sicherer Ort zum Erholen sein. Und Eltern Eltern bleiben und keine Aushilfslehrer werden.

 

Was ich mir nun vom SGH wünsche, ist ein deutlich intensiverer Onlineunterricht, in dem gemeinsam die Inhalte erarbeitet werden, mindestens für die Unterstufe, gerne auch noch Mittelstufe. Dabei sollten mindestens die Hauptfächer mit allen eigentlich vorgesehenen Wochenstunden unterrichtet werden und nicht nur einmal in der Woche. Und ich wünsche mir ein klares Signal von der Schulleitung an die Eltern, dass sie nicht stillschweigend als Hilfslehrer eingeplant wurden, sondern sich auf ihre Elternrolle konzentrieren dürfen.“

 

Kommentar von Herrn Linssen (29.08.2020)
Herr Linssen hat als Vater unserer Schule uns einen Kommentar zur Abschaffung der Maskenpflicht zukommen lassen, den wir gerne hier veröffentlichen
Der Kommentar - Herr Linssen.pdf
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Kommentar von Herrn Linssen (29.08.2020)

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